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Wandern im Endschlagbachtal

Rubrik:Wandern, Eintagestour
Start:Parkplatz am Eingang zum Endschlagbachtal, östlich von 34329 Nieste an der Landstraße von Nieste nach Kleinalmerode.
Ziel:Parkplatz am Eingang zum Endschlagbachtal, östlich von 34329 Nieste an der Landstraße von Nieste nach Kleinalmerode.
Länge:6,63 km
Anfahrt:Das Endschlagbachtal erreicht man mit dem Auto von der Ortschaft Nieste aus. Am Waldparkplatz an der Landstraße von Nieste nach Kleinalmerode beginnt der Rundweg.
Alternativ ist das Endschlagbachtal auch vom weiter nördlich gelegenen Naturfreundehaus "Steinberghaus" zu erreichen.
Beschilderung:Die Tour ist ausgeschildert.
Kontakt:Naturpark Münden e.V.
Böttcherstr. 3
34346 Hann. Münden
05541 75 259
info@naturpark-muenden.de

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Informationen zur Tour

Wanderung durch das Tal des Endschlagbachs. Der Weg verläuft durch Hainsimsen-Buchenwälder, entlang artenreicher Feuchtwiesen und -weiden und stellenweise durch Auwald.

Eine Besonderheit der wechselfeuchten Wiesen des Endschlagbachtals: der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Foto: Rosenzweig).

Der Endschlagbach ist nicht irgendein Mittelgebirgsbach. Wanderer erleben hier im äußersten Süden Niedersachsens ein naturnahes Fließgewässer, das zusammen mit den benachbarten Bachtälern ein Schutzgebietssystem im Kaufunger Wald bildet: Endschlagbach, Wegebach, Ingelheimbach und Teile der Nieste und ihrer Aue können sich rühmen, Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes namens Natura 2000 zu sein.

Im gesamten Verlauf ist das Endschlagbachtal durch die sich mal verbreiternden, dann wieder schmaler werdenden, artenreichen Feucht- und Nasswiesen und -weiden geprägt. Zu landwirtschaftlichen Zwecken wurden sie einst dem Auwald und den angrenzenden Buchenwäldern abgerungen; heute werden sie wegen ihrer Artenvielfalt erhalten.

Trollblumen wachsen auf den feuchten Wiesenstandorten nahe dem Bachlauf, ihre gelben Blüten zeigen sich zwischen Mai und Juli. Besonders die etwas trockeneren Bereiche der wechselfeuchten Wiesen sind Lebensraum seltener Schmetterlingsarten wie des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings. Die Art ist wählerisch: Nur zwischen den Blütenknospen des Großen Wiesenknopfes legen die Schmetterlingsweibchen ihre Eier ab.

Im mittleren Endschlagbachtal herrschen sehr feuchte Bereiche und Nährstoffarmut vor. Hier finden sich entlang des Bachs Pfeifengras, Seggen- und Binsenarten, Torfmoose, Teufelsabbiss und die Kuckuckslichtnelke.

Vereinzelt sind am Endschlagbach auch Reste des ursprünglichen Auwalds zu sehen: Der Bach ist an solchen Stellen von Schwarzerlen und Haselnussträuchern gesäumt. In ihrem Wurzelwerk finden Wasseramsel und Gebirgsstelze Nistmöglichkeiten.

Eingerahmt wird das Bachtal überwiegend von naturnahen Hainsimsen-Buchenwäldern. Immer wieder sind alte, breitkronige Buchen im Bestand zu sehen. Bei einigen ist der Stamm bereits mit Moosen und Flechten oder Efeu bewachsen und von Baumschwämmen und Konsolenpilzen bevölkert.

Die Biologische Vielfalt von Wäldern ist entscheidend davon abhängig, dass es solche Altbäume und Totholz in ihnen gibt. Besonders Spechte schaffen durch ihre Bruthöhlen für Folgenutzer Lebensraum, darunter für Fledermäuse, Siebenschläfer und Wildbienen.

Die unterwuchsarmen Buchenhallenwälder des Endschlagbachtals sind im Verbund mit den Feuchtwiesen und -weiden das bevorzugte Jagdgebiet einer hessischen Fledermauskolonie der Art „Großes Mausohr“. Ungefähr eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang fliegen sie zwischen April und Oktober von ihren Quartieren los zur Jagd auf Insekten.

Nur die Blütenknospen des Großen Wiesenknopfes wählt der Dunkle Wiesenknopf-Bläuling zur Eiablage; die Raupen ernähren sich von den Blüten.

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