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Beobachtungsturm am Ostufer des Dümmers

Adresse

49448 Hüde, Dümmer, Ostufer
Telefon: 05411 9761274

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Wer den Dümmer-Ostturm erklimmt, wird im Winterhalbjahr häufig mit dem Anblick großer Gruppen durchziehender und überwinternder Wasservögel belohnt, die sich zu der Zeit bevorzugt an der Ostseite des Sees aufhalten. Im Sommerhalbjahr dagegen sind von hier Haubentaucher auf der Wasserfläche zu sehen, eine der Charakterarten des Dümmers.

Vom Ostturm ist die Wasserfläche des Dümmers fast vollständig zu überblicken.

Besonders das vom Turm aus gut einsehbare Ostufer des Sees ist während des Winterhalbjahres unter Wasservögeln begehrt: Tausende nordische Enten und Gänse geben sich dann hier ein Stelldichein, wenn sie den See auf dem Durchzug als Rastplatz oder zum Überwintern nutzen. Der Dümmer ist bekannt für diese großen winterlichen Ansammlungen von Wasservögeln. Nicht umsonst gehört der See zu den Rastgebieten internationaler Bedeutung – bis zu 70.000 gleichzeitig rastende Vögel wurden hier schon gezählt.

Nur im Winter sind zum Beispiel die auffälligen Gänsesäger am Dümmer anzutreffen, die recht leicht auf der Wasserfläche zu erkennen sind. Auch ihr kleiner Verwandter, der Zwergsäger, hält sich dann zeitweise am See auf, meist am Rand des Röhrichts.

Große Gruppen von Löffel,- Tafel,- und Pfeifenten und auch Kormorane sind besonders zu den Zugzeiten und auch im Winter auf dem See bei der Nahrungssuche anzutreffen, tausende Stockenten ruhen auf dem Wasser, und Gänse fliegen abends ein um auf dem See zu nächtigen.

Der Ostturm befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den ausgedehnten Röhrichten und Seggenwiesen des Naturschutzgebietes „Hohe Sieben“. Solche Sumpfwiesen waren noch vor der Eindeichung des Dümmers in der Niederung weit verbreitet. Heute wird das Wasser in den Gräben innerhalb des Naturschutzgebietes bis in den Sommer aufgestaut, so dass die angrenzenden Flächen monatelang überschwemmt sind – attraktive Bedingungen unter anderem für Grauganspaare, die diese Bereiche gerne als Brutplatz nutzen.

Eine Pfahlreihe im Wasser reduziert im Uferbereich des Naturschutzgebiets den Wellenschlag und fördert im flachen Wasser das Röhrichtwachstum. Hier trocknen gern Kormorane ihre Flügel, und auch verschiedene Möwenarten sind hier anzutreffen.

Insgesamt ist der Dümmer samt seiner ihn umgebenden Wiesen und Weiden einer der wichtigsten Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen. Vogelarten, die andernorts schon lange verschwunden sind, finden hier noch geeignete Lebensräume. Nicht umsonst ist das Gebiet Bestandteil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

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