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Kloster Amelungsborn und Hooptal

Adresse

Torhaus
37643 Negenborn, www.kloster-amelungsborn.de
Telefon: 05531 990785
E-Mail: tourismus-bevern@t-online.de
Website: www.bevern.de

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Das Kloster Amelungsborn am Südrande des Odfeldes bei Negenborn ist nach dem Kloster Walkenried die älteste Gründung des Zisterzienser-Ordens in Niedersachsen. Interessant sind unter anderem der schöne Klostergarten und die Wanderwege durchs angrenzende Hooptal.

Das Kloster Amelungsborn am Südrande des Odfeldes bei Negenborn und Stadtoldendorf im Landkreis Holzminden gelegen an der B64 am Rande des Hooptals ist nach dem Kloster Walkenried die älteste Gründung des Zisterzienser-Ordens in Niedersachsen.

Die Zisterzienser trugen ab dem 12. Jahrhundert wesentlich zur Gartenkultur in Europa bei. Seit dem frühen Mittelalter gehörten Gärten zur Grundausstattung der Klöster. Sie lieferten der Klosterküche Gemüse, Obst, und Würzkräuter. Verschiedene Kohl- und Bohnenarten, Erbsen, Spinat, Sellerie, Fenchel, Zwiebeln und Gurken waren bekannt. Es gab Dill, Schnittlauch und Petersilie. Im Klostergarten wuchsen auch Arzneikräuter - von Alant bis Zitronenmelisse. Und es gab die christlichen Symbolpflanzen, die Eigenschaften von Heiligen oder religiöse Grundwerte versinnbildlichten, wie Schwertlilie, Madonnenlilie, Akelei und Walderdbeere.

 Der Amelungsborner Klostergarten ist hinter dem Gebäude der Kantorei nach Quellen des 9. - 16. Jahrhunderts neu gestaltet worden. In zwölf  Hochbeeten innerhalb eines durch Mauerwerk und Flechtzaun geschützten Areals wächst wieder, was damals in Mitteleuropa zur Verfügung stand. 

Vom Klostergelände aus besteht ein Steig zum Grundmühlenteich direkt weiter durchs Hooptal mit seinen ruhigen und schönen Wanderwegen.

Das Hooptal ist ein in weiten Teilen durch menschlichen Einfluss entstandenes Tal. Hier wurde über Jahrhunderte der für den Landkreis Holzminden typische dunkelrote Buntsandstein abgebaut und der durch das Tal fließende Bachlauf zum Betrieb von Mühlen aufgestaut. Der Sandstein aus dem Hooptal wurde für Mauern, Dacheindeckungen, Bodenbeläge oder Zäune verwendet und weit über die Grenzen der Region exportiert. Vom ehemals bedeutenden Abbau des Buntsandsteins zeugen heute noch die Steinbrüche und Stützmauern der Abraumhalden im Hooptal, die sich die Natur im Laufe der Zeit zurückerobern konnte.

Der Kräutergarten beim Kloster Amelungsborn ist für Rollstuhlfahrer zugänglich.

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