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Seenpark Nordenham: Flussseeschwalben beobachten

Adresse

26954 Nordenham, Ortsteil Friedrich-August-Hütte, nördlich der Fritz-Reuter-Straße
Telefon: 04731 31925
E-Mail: naturschutzverein.nordenham@googlemail.com

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Weitere Informationen

Der Seenpark Nordenham beherbergt in seinem östlichen Teil eine Flussseeschwalbenkolonie. Von einem Beobachtungsstand kann man im Frühsommer das Treiben an und über den Nestern mitverfolgen – und im Anschluss noch einen Spaziergang durch die übrigen Bereiche des Seenparks unternehmen.

Am Stadtrand von Nordenham, im Seenpark, haben Besucher die Möglichkeit, die größte binnendeichs gelegene Flussseeschwalbenkolonie im Landkreis Wesermarsch zu besuchen.

Alljährlich finden sich hier nördlich des Ortsteils Friedrich-August-Hütte auf drei Inseln Flussseeschwalben zum Brüten ein.

Von einem Beobachtungsstand am Ufer kann man das Treiben der eleganten Bodenbrüter mit bloßem Auge verfolgen. Die besten Monate für Beobachtungen sind Juni und Juli, wenn die Altvögel ihre Jungen füttern. Was sie dann im Schnabel mitbringen, fischen die Nordenhamer Flussseeschwalben aus den Gewässern des Seenparks, vor allem aber aus der Unter- und Außenweser.

Neben Nordenham haben die hiesigen Flussseeschwalben noch ein anderes Zuhause: Als Langstreckenzieher verbringen sie den Winter an den tropischen Küsten Afrikas. Ungefähr ab September verlassen sie ihr Brutgebiet, und sind dann alljährlich im April zurück in Nordenham.

Niedersachsen hat innerhalb Deutschlands eine besondere Verantwortung für den Erhalt der Art, denn etwa ein Drittel aller deutschen Flussseeschwalben brütet in Niedersachsen. Das Gros dieser Vögel ist auf wenige Kolonien im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer beschränkt. Brutkolonien in der Wesermarsch befinden sich neben dem Seenpark auch auf der Weserinsel Langlütjen II, an den Pütten bei Fedderwardersiel, auf einer Seenfläche im Augustgroden und im Wattenmeer.

Auch im küstenfernen niedersächsischen Binnenland gab es einst an Flüssen, Seen und Teichen Brutpopulationen. Ein Großteil dieser binnenländischen Lebensräume sind inzwischen zerstört – unter anderem durch Überbauung, den Ausbau und die Begradigung von Gewässern.

Es lohnt sich, im Anschluss an den Besuch des Beobachtungsstandes noch eine Spazierrunde entlang der von Röhrichten gesäumten Gewässer des Seenparks zu drehen: Wo in den 1990er Jahren Kleiboden für den Deich- und Deponiebau abgebaut wurde, brüten heute Enten, Gänse, Taucher, Schwäne und Watvögel, und auch als Durchzugs- und Rastgebiet werden die Seen genutzt – nehmen Sie am besten Ihr Fernglas mit.


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