Übersichtskarte - Natur erleben - Niedersachsen.de

Einhornhöhle

Adresse

37412 Herzberg am Harz
Telefon: 05521 997559
E-Mail: mail@einhornhoehle.de
Website: www.einhornhoehle.de

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Weitere Informationen

Die Einhornhöhle...mehr als nur eine Höhle: Geotop, Biotop, Natur- und Kulturdenkmal. Eine Naturhöhle im Zechsteindolomit, einem ca. 270 Mio. Jahre alten Gestein des Zechstein-Meeres aus der Permzeit, entstanden vor über 3 Mio. Jahren. Die größte besuchbare Höhle des Westharzes mit über 600 m erschlossener Ganglänge.

Diese Höhle, ein weithin bekanntes Natur- und Kulturdenkmal, ist ein natürlich entstandener Hohlraum im Zechsteindolomit der Permzeit. Diese ca. 270 Mio. Jahre alten Gesteine des ausgehenden Erdaltertums treten gürtelförmig am südwestlichen Harzrand zutage. Die allmähliche Verwitterung des Dolomitgesteins hat seit Jahrhunderttausenden zur Entstehung von Höhlensystemen geführt. 

Die Einhornhöhle ist die größte Besucherhöhle des Westharzes mit über 600 m Gesamtganglänge. Hier reihen sich mehrere große Hallen und Dome aneinander.

Ihren Namen verdankt die Höhle dem Fabeltier. Lange Zeit wurde angenommen, die dortigen Knochenfunde seien dem Einhorn zuzuordnen. Im 17. Jahrhundert wurde allerdings erkannt, dass es sich aber um fossile Überreste von Großsäugetieren handelte. Das sagenumwobene Einhorn, das es leibhaftig niemals gegeben hat, war dennoch namengebend für diese Höhle.

Die fossilen Reste sind Tausenden von Höhlenbären und anderen ausgestorbenen Tieren zuzuordnen, die im Südharz während des Eiszeitalters beheimatet waren. Neben Knochen und Zähnen großer Raubtiere wie Höhlenlöwen und Wölfen wurden bei den neueren Grabungen erstmals auch unzählige Kleinsäuger geborgen. Es überwiegen Wühlmausarten und Insektenfresser. Zudem sind in allen jüngeren Schichten Millionen Knochen von Kröten und Fröschen vorhanden. Die Einhornhöhle ist mit dieser artenreichen eiszeitlichen Tierwelt eine einmalige Höhlen-Fundstelle im norddeutschen Raum!

Mit dem Fund von Steinwerkzeugen aus der Altsteinzeit läßt sich zurückverfolgen, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren von Neandertalern besiedelt wurde. Heute leben hier die unterschiedlichsten Tierarten wie z.B. Fledermäuse, Dachse, Füchse, Frösche und Insekten.  

Die Höhle ist auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Vor oder nach dem Besuch der Einhornhöhle bietet sich ein Besuch im Haus Einhorn mit frischen Produkten aus der Region und aus eigener Zubereitung an.

Außerdem lohnt sich ein Spaziergang auf den Natur live-Wegen mit ca. 60 Info-, Erlebnis- und Spielinstallationen. Diese 3 Rundtouren mit einer Länge von 0,9 bis 10,5 km beginnen und enden alle an der Einhornhöhle, geben erstaunliche Einblicke in die Natur, präsentieren viele Aspekte des artenreichen Kalk-Buchenwaldes und seiner Bewohner und führen zu den schönsten Plätzen der Harzer Dolomiten.

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