Übersichtskarte - Natur erleben - Niedersachsen.de

Wolfsgrund

Adresse

Eversen
Telefon: 04261 9382808
E-Mail: naturschutz@lk-row.de
Website: www.landkreis-row.de

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Der Wolfsgrund ist eines der größeren zusammenhängenden Heide-Naturschutzgebiete außerhalb der Lüneburger Heide. Durch das NSG führt ein Trampelpfad und ein paar Bänke - mit herrlichem Ausblick auf die weiten Heideflächen mit ihrer Blütenpracht im Spätsommer und auf die vermoorten Senken mit fruchtenden Wollgras-Beständen im Frühjahr - laden zum Verweilen ein.

Der Wolfsgrund ist eines der größeren zusammenhängenden Heide-Naturschutzgebiete außerhalb der Lüneburger Heide. Durch das Naturschutzgebiet führt ein Trampelpfad und ein paar Bänke - mit herrlichem Ausblick auf die weiten Heideflächen mit ihrer Blütenpracht im Spätsommer und auf die vermoorten Senken mit fruchtenden Wollgras-Beständen im Frühjahr - laden zum Verweilen ein.

Das Naturschutzgebiet zeichnet sich aus durch seine nacheiszeitlich aufgewehten Binnendünen, die großflächig mit Pflanzengesellschaften der atlantischen Zwergstrauchheiden bewachsen sind. Der Wolfsgrund stellt auf kleiner Fläche einen anschaulichen ökologischen Querschnitt durch eine norddeutsche Geestlandschaft dar, wie er heute nur noch selten in dieser Vollständigkeit zu finden ist. Auf den relativ trockenen Sandböden gedeiht großflächig die Besenheide, als Charakterart der Pflanzengesellschaft trockene Sandheide. Abgelöst wird sie regelmäßig, wo es etwas feuchter ist, von der Schwarzen Krähenbeere, die sich ebenfalls zu ansehnlichen Beständen entwickelt hat und z. T. bis ca. 100 Jahre alte, hochgewachsene Bulten bildet. In den zwischen den Dünen liegenden kleinen Senken herrschen hingegen wechselfeuchte bis feuchte Verhältnisse vor, da sich hier Niederschläge über einer wasserundurchlässigen Schicht sammeln und so für anmoorige Bodenverhältnisse sorgen. Hier haben Glockenheide und Pfeifengras auf feuchtem Sand oder geringmächtigen humostorfigen Ablagerungen ihren natürlichen Wuchsort, der als Feuchtheide oder Glockenheide-Anmoor bezeichnet wird. In größeren Geländemulden, in denen sich die Feuchtigkeitsverhältnisse immer mehr stabilisieren, kommt zur Torfbildung und nunmehr auch zum Aufwuchs von torfbildenden Pflanzen, wie Torfmoos- und Wollgras-Arten. In einer Geländemulde, die ständig unter oberflächennahem Grundwassereinfluss steht, hat sich ein Niedermoor-Komplex gebildet, der sich im Endstadium - hier eines torfmoosreichen Birkenbruchwaldes - befindet. Durch das Wachstum der Torfmoose kommt es durch Staunässe und Sauerstoffarmut zunehmend zum Absterben der Bäume.

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