Übersichtskarte - Natur erleben - Niedersachsen.de

Großer Turm am Geestmoor

Adresse

Moordamm 10
49453 Hemsloh
Telefon: 05774 371
E-Mail: info@bund-dhm.de

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Weitere Informationen

Vom Beobachtungsturm kann man zwischen Anfang Oktober und Mitte Dezember den abendlichen Schlafplatzeinflug rastender Kraniche mitverfolgen – oder einfach nur den Blick über die weiten, wiedervernässten Hochmoorflächen des Naturschutzgebietes Rehdener Geestmoor schweifen lassen.

Im Rehdener Geestmoor befindet sich einer der größten Kranichrastplätze der Diepholzer Moorniederung. Von Anfang Oktober bis Mitte Dezember kann man hier von einem Beobachtungsturm den Schlafplatzeinflug von Kranichen mitverfolgen, die auf ihrer Reise nach Süden in der Diepholzer Moorniederung Rast einlegen.

Die beste Beobachtungszeit liegt in einem Zeitraum 2 Stunden vor bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Zu dieser Zeit ist zu sehen, wie die Vögel in kleineren und größeren Trupps unter Rufen einfliegen und die weiter entfernt gelegenen, überstauten Moorflächen im Moor ansteuern. Dort finden sie auf den wiedervernässten, ehemaligen industriellen Abtorfungsflächen sichere Schlafplätze im Flachwasserbereich. Diese Bereiche sind vom Beobachtungsturm kaum einsehbar, denn: auch die Kraniche lassen sich nicht gern ins Schlafzimmer kucken. Nur störungsfreie Schlafplätze sind für die Kraniche gute Schlafplätze.

Morgens wiederholt sich das Schauspiel in entgegengesetzter Richtung, wenn die Kraniche zu Nahrungsflächen in der Umgebung ausschwärmen. Der morgendliche Abflug ist allerdings weniger spektakulär, weil die Kraniche eher in sehr kleinen Trupps abfliegen.

Gleich mehrere international bedeutsame Kranichrastplätze befinden sich in Niedersachsen, unter ihnen ist die Diepholzer Moorniederung niedersachsenweit am bedeutendsten – und zählt sogar zu den größten Kranichrastplätzen Deutschlands, neben der Rügen-Bock-Region und dem Rhin-Havelluch in Brandenburg.

Dass die Kraniche wieder gern bei uns Pause machen, ist eine Erfolgsstory des Naturschutzes. Unglaublich aber wahr: Noch bis Anfang der 1990er Jahre hatte Niedersachsen kaum Bedeutung mehr als Kranichrastgebiet. Das ist heute anders, unter anderem deshalb, weil viele ehemalige Hochmoore – wie auch im Rehdener Geestmoor – wiedervernässt wurden. Auf ihrer Rast brauchen Kraniche solche großen, störungsarmen Feuchtgebiete als Schlafplätze, wo sie im knietiefen Wasser die Nacht verbringen. Wenn es außerdem in der Nähe noch vielfältiges Kulturland – das heißt für den Kranich: Nahrung – gibt, ist der Rastplatz perfekt.

Übrigens finden sich nicht nur Kraniche zur Rast im Rehdener Geestmoor ein – auch tausende Saat- und Blässgänse nutzen diese Landschaft im Herbst als Refugium auf Ihrem Zug in den warmen Süden.

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