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Aussichtsturm Schweimker Moor

Adresse

29394 Lüder
Telefon: 0581 82235
E-Mail: h.engelhardt@landkreis-uelzen.de
Website: www.uelzen.de

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Betrachtung des NSG "Schweimker Moor und Lüderbruch"

EU-Vogelschutzgebiet „Schweimker Moor und Lüderbruch“

Das Zentrum des Vogelschutzgebietes bildet der weitgehend durch Torfabbau beeinflusste, wiedervernässte Hochmoorkomplex des Schweimker Moores. Diese Fläche wurde Mitte der 1980er Jahre in einer Größe von 80 ha vom Land Niedersachen und vom Landkreis Uelzen erworben.

Es schließen sich stau- und grundwasserbeeinflusste, großflächige Erlen- und Birkenbruchwälder mit Niedermoorgrünländereien an. Insgesamt wurden 250 ha durch Flächenankäufe der öffentlichen Hand für den Naturschutz gesichert.

Das Gebiet ist einer der bedeutendsten niedersächsischen Kranichbrutplätze. Neben dieser stark gefährdeten Großvogelart brütet auf der Hochmoorfläche die Charaktervogelart der Moore wieder: der Große Brachvogel.

Neben Kiebitz, Bekassine und der Krickente wurde im Vogelschutzgebiet auch der Baumfalke, das Braunkehlchen und der Neuntöter als regelmäßige Brutvögel von insgesamt 90 Brutvogelarten beobachtet. Das ehemals für das Schweimker Moor typische Birkhuhn, das 1972 noch mit 15 balzenden Birkhähnen vertreten war, ist aber seit Beginn der 1980er Jahre verschwunden.

Im Vogelschutzgebiet Schweimker Moor und Lüderbruch ziehen bis zu acht Kranichpaare regelmäßig 1 - 2 Jungvögel pro Brutpaar auf.

Meist Ende März bis Anfang April legt das Kranichweibchen 2 Eier in ein Nest am Boden. Nasse Bruchwälder, Flachgewässer mit kleinen Inseln und Waldmoore werden als bevorzugte Brutplätze ausgewählt. Nach 30 Tagen Brutzeit schlüpfen die Jungvögel, die von den Altvögel geführt werden und als Familienverband im Herbst in die Winterquartiere nach Spanien und Frankreich ziehen.

Während der Zugzeit rasten große Trupps Kraniche aus Skandinavien und Osteuropa in Nieder-sachsen. Das Schweimker Moor stellt ein sicheres Rastgebiet für diese Durchzügler dar. In den letzten Jahren wurde eine zunehmende Tendenz zur Überwinterung beobachtet.

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